Wird ein PKW für einen Zeitraum von 28 Tagen oder mehr angemietet, so spricht man von einer Langzeitmiete. Praktisch alle namhaften Autovermieter in Deutschland bieten eine solche Option an. Einzelne Anbieter haben sich sogar auf Langzeitmieten spezialisiert. In der Regel wird dabei vor Mietbeginn vereinbart, welche Laufleistung das Fahrzeug erbringen soll. Diese wird dann direkt in der Preisbildung berücksichtigt. Alternativ gibt der Autovermieter eine inklusive Laufleistung vor, bei deren Überschreitung – was teuer werden kann – kilometerweise abgerechnet wird. Analog zur Kurzzeitanmietungen muss der Kunde eine Kaution hinterlegen, was üblicherweise dadurch geschieht, dass auf der Kreditkarte der entsprechende Betrag geblockt (also nicht abgebucht) wird. Der Vorteil für den Kunden besteht darin, dass zu den Mietkosten lediglich die Aufwendungen für Betriebsmittel, also hauptsächlich der Treibstoff, hinzu kommen. Die Anmeldung des Fahrzeugs hat der Vermieter bereits vorgenommen, auch um Steuern und Versicherungen braucht sich der Mieter nicht zu kümmern.
Hinzu kommt, dass die Fahrzeuge in aller Regel so gut wie neu und – zumindest bei den Premiumvermietern wie Sixt, Europcar, Avis oder Hertz – nur in Ausnahmefällen älter als ein halbes Jahr. Weil die Fahrzeuge die Flotte des Vermieters auch relativ schnell wieder verlassen, gibt es Maximaldauern für die Langzeitanmietung von PKW, die ein halbes Jahr betragen können, vereinzelt aber auch deutlich darüber hinaus gehen. Bei Anmietungen über sehr lange Zeiträume ergibt sich unter Umständen ein leichter Preisvorteil, dem allerdings ein nicht unerheblicher Verlust an Flexibilität gegenüber steht. Für manchen Zeitgenossen ist die Langzeitanmietung eines PKW schon zur Alternative zum Kauf eines Fahrzeuges oder zum Leasing geworden.